Kneift uns mal jemand? Wir sind kurz vor Ende 2025 und während wir noch versuchen, die Platin-Trophäen der diesjährigen Hits zu grinden, wirft ein gigantischer Schatten seine Umrisse voraus. Das Jahr 2026 steht vor der Tür und es sieht so aus, als müssten wir uns alle kollektiv krankschreiben lassen.
Die Entwicklerstudios haben ihre Keller verlassen, das Pizza-Kartons-Fort abgebaut und sind bereit, uns Titel vor die Füße zu droppen, für die wir vermutlich unsere Großmutter verkaufen würden. Also, nicht wirklich, Oma, wir haben dich lieb, aber der Hype ist real!
Der Hype-Train hat keine Bremsen
Denn das Warten auf diese Meisterwerke ist die eigentliche Folter. Was macht man in der Zwischenzeit? Man scrollt durch News-Feeds, poliert den Controller oder sucht sich Ablenkung in den Weiten des Internets und der guten virtuellen Glücksspiel-Unterhaltung. Manche Gamer vertreiben sich die Zeit mit kleinen Indie-Perlen, andere suchen den Nervenkitzel woanders. Es gibt mittlerweile eine ganze Community, die gezielt nach Plattformen sucht, die keine LUGAS Kontrolle nutzen, um sich die Wartezeit mit einer schnellen Runde Roulette zu vertreiben, ohne dabei von strengen deutschen Limits generft zu werden. Denn nichts, absolut gar nichts, ersetzt das Gefühl, wenn endlich das Logo des lang ersehnten AAA-Titels auf dem Bildschirm aufblinkt und der Downloadbalken die 100 Prozent erreicht.
Fangen wir direkt mit dem Titel an, der so fett ist, dass er vermutlich ein eigenes Gravitationsfeld besitzt. Rockstar Games hat endlich die Katze aus dem Sack gelassen. Grand Theft Auto VI hat ein festes Release-Datum: 19. November 2026. Streicht es euch im Kalender an oder tätowiert es euch auf den Unterarm. Wir kehren zurück nach Vice City und den ersten In-Engine-Trailern nach zu urteilen, wird die Grafik so realistisch, dass man fast die Sonnencreme riechen kann.
Wir haben Lucia und Jason als Protagonisten-Duo, was eine wunderbare Bonnie und Clyde Dynamik verspricht. Die Welt soll größer sein als alles, was Rockstar bisher gebaut hat. Die Physik-Engine scheint völlig überarbeitet. Wasser reagiert realistisch, Autos haben ein Schadensmodell, das einem die Tränen in die Augen treibt, und die KI der NPCs soll endlich nicht mehr nur kopflos gegen Wände laufen. November 2026 wird der Monat, in dem das soziale Leben weltweit offiziell pausiert wird und wir alle nur noch AFK sind.
Marvel’s Wolverine wetzt die Messer
Insomniac Games sind so etwas wie die Streber der Gaming-Klasse. Nachdem sie uns mit Spider-Man durch New York haben schwingen lassen, bis uns schwindelig wurde, wird es jetzt düsterer und deutlich haariger. Marvel’s Wolverine ist für den Herbst 2026 angekündigt und verspricht, genau das Spiel zu werden, auf das Logan-Fans seit Ewigkeiten warten.
Vergesst die bunten, freundlichen Netzschwinger für einen Moment. Hier geht es um Adamantium-Skelette und eine deutlich erwachsenere Gangart. Insomniac hat bestätigt, dass das Spiel im selben Universum wie die Spider-Man-Spiele angesiedelt ist, aber einen völlig eigenständigen Ton anschlägt. Wir erwarten keine offene Welt im klassischen Sinne, sondern eher straffere Areale, die Logan seine animalischen Fähigkeiten voll ausspielen lassen. Wenn das Kampfsystem auch nur halb so flüssig ist wie bei der freundlichen Spinne, dann erwartet uns hier ein Action-Feuerwerk. Und ja, wir hoffen alle auf einen Cameo von einem gewissen grünen Wutmonster.
Der Horror hat einen neuen Namen
Capcom scheint in einen Jungbrunnen gefallen zu sein. Für den 27. Februar 2026 steht Resident Evil Requiem auf dem Plan. Die Gerüchteküche brodelt heißer als ein Topf voller T-Virus. Es soll eine Rückkehr zu den Wurzeln sein, aber mit einem Twist, der uns alle überraschen wird. Man munkelt, dass wir wieder nach Raccoon City zurückkehren könnten oder zumindest an einen Ort, der den Geist der alten Spiele atmet.
Die RE Engine zaubert mittlerweile Grafik auf den Schirm, bei der man sich fragt, ob das noch Spiel oder schon Film ist. Requiem soll angeblich den Fokus wieder stärker auf Survival-Horror legen und weniger auf Action-Geballer. Munitionsknappheit, knackige Rätsel und dieser eine Zombie, der immer dann um die Ecke kommt, wenn man gerade entspannt looten will. Februar ist ohnehin ein grauer Monat, da passt ein bisschen Herzrasen doch perfekt ins Programm.
Pragmata und Control Resonant
Dann gibt es da noch die Spiele, die so mysteriös sind, dass man fast einen Aluhut braucht. Pragmata von Capcom ist so ein Kandidat. Ein Astronaut, ein kleines Mädchen, eine Katze und der Mond. Was bedeutet das alles? Keine Ahnung, aber es sieht fantastisch aus. Am 24. April 2026 soll endlich der Release sein. Es wirkt wie eine Mischung aus Hideo Kojimas Fieberträumen und harter Sci-Fi-Action.
Und wo wir gerade von seltsamen Dingen sprechen: Remedy Entertainment werkelt fleißig an Control Resonant. Jesse Faden ist zurück, vermutlich mit noch mehr bürokratischem Wahnsinn und fliegenden Bürostühlen. Das Remedy Connected Universe wird weiter ausgebaut. Wer den ersten Teil gespielt hat, weiß, dass Remedy keine halben Sachen macht, wenn es um Atmosphäre und Physik-Spielereien geht. Wir erwarten, dass wir 2026 wieder durch das Älteste Haus stolpern und versuchen zu verstehen, warum der Hausmeister eigentlich der mächtigste Charakter im Spiel ist.
2026 wird also kein Jahr für schwache Nerven oder leere Geldbeutel. Von Gangster-Epen über Superhelden-Gemetzel bis hin zu japanischem Sci-Fi-Wahnsinn ist alles dabei. Fangt schon mal an zu sparen und sagt euren Freunden Bescheid, dass ihr ab November 2026 leider sehr beschäftigt seid.

